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Sperrbezirk Ansteckende Blutarmut der Pferde wieder aufgehoben  Seltene Pferdekrankheit in Bad Feilnbach ...

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Sperrbezirk Ansteckende Blutarmut der Pferde wieder aufgehoben 

Seltene Pferdekrankheit in Bad Feilnbach erfolgreich bekämpft!

20.07.2015

„Equine infektiöse Anämie“ – auf Deutsch: Ansteckende Blutarmut der Einhufer – so lautete in der vergangenen Woche die Diagnose für ein Pferd aus einem Bestand bei Bad Feilnbach. Die anzeigepflichtige Tierkrankheit wird in Deutschland nur selten diagnostiziert. Mitarbeiter des Veterinäramts Rosenheim nahmen Blutproben von den weiteren gut 40 Tieren auf dem Pferdehof. Seit dem 16.07.15 steht fest, dass zwei weitere Pferde in diesem Bestand von der Krankheit betroffen sind. Alle drei Tiere mussten eingeschläfert werden. Die drei Tiere standen gemeinsam auf einer Koppel bzw. auf nebeneinander liegenden Koppeln. Tiere auf weiter entfernten Koppeln des Betriebes sind bisher nicht betroffen.

Dr. Werner Hamp, der Leiter des Veterinäramtes betont, dass die Krankheit für den Menschen ungefährlich ist. Sein Amt legte um den Pferdehof einen Sperrbezirk von einem Kilometer fest (siehe Anlage). In den kommenden Tagen werden alle Pferden innerhalb des 1 Kilometerradius Blutproben genommen und im Labor untersucht. Der Sperrbezirk bleibt drei Monate bestehen. Er wird erst aufgehoben, wenn am Ende des Vierteljahres bei einer weiteren Untersuchung aller Pferde keine weitere „Equine infektiöse Anämie“ festgestellt wird. Equiden außerhalb des Sperrbezirkes können sich frei bewegen und unterliegen keinen Sperrmaßnahmen. Spaziergänge im Sperrbezirk sind für Mensch und Hund unbedenklich, Pferde sollten dieses Gebiet derzeit meiden.

Der Sperrbezirk wirkt sich nur auf die Pferde aus, die zwar ausgeritten, aber den 1 Kilometerradius nicht verlassen dürfen. Empfänglich für die Krankheit sind auch Esel, Maultiere oder Maulesel. Das Virus wird v.a. durch blutsaugende Insekten wie Bremsen übertragen. Mögliche Symptome sind Anämie, Fieber und Fieberschübe, Schwäche, Gewichtsverlust, Schwellungen an Gliedmaßen und Bauch. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier, z.B. über Blutkontakte, kommt laut Literatur nur nur sehr sehr selten vor. Woher das Virus im Fall des Pferdehofes in Bad Feilnbach stammt ist unklar.Im weiteren Verlauf werden nun zusammen mit den sehr gut kooperierenden Betriebsinhabern mögliche Kontakttiere ermittelt.

10.08.2015

Die Zahl der Betriebe mit Kontaktpferden zum Ausbruchsbetrieb in Au/Bad Feilnbach hat sich im Landkreis Rosenheim von 7 auf 9 erhöht. In ihnen stehen insgesamt 16 Kontaktpferde. Alle 16 Kontakttiere zeigten erfreulicherweise in der ersten blutserologischen Untersuchung ein negatives Ergebnis.

Alle 39 Pferde, die derzeit im Ausbruchsbetrieb in Au/Bad Feilnbach stehen, zeigten am 31.07.2015 im Rahmen der ersten Abklärungsuntersuchung nach Abgang der drei positiven Pferde ebenfalls ein negatives Ergebnis.

Alle insgesamt 10 Pferdebetriebe ausserhalb des Sperrbezirkes, in denen Kontaktpferde stehen, unterliegen   wie die 6 Betriebe innerhalb des Auer Sperrbezirkes bis auf weiteres einer mindestens 3 Monate dauernden Sperre.

20.10.2015

Alle Kontaktbetriebe konnten mittlerweile mit negativem Ergebnis abschließend beurteilt werden. Somit gibt es außerhalb des Sperrbezirks keine gesperrten Betriebe mehr. Die Betriebe im Sperrbezirk werden heute nochmals beprobt, die Ergebnisse erwarten wir Ende dieser Anfang nächster Woche. Diese Tiere dürfen dann den Sperrbezirk verlassen, allerdings gibt es für sie noch einige Einschränkungen.
Der Sperrbezirk kann aber erst aufgehoben werden, wenn auch die Tiere im Indexbetrieb abschließend untersucht sind. Diese sind für Ende Oktober vorgeplant, mit den endgültigen Ergebnissen rechnen wir Ende der 45. Kalenderwoche. 

26.10.2015

Letzte Woche wurden alle Pferde in den Betrieben im Sperrbezirk (mit Ausnahme des Indexbetriebes) mit negativem Ergebnis im Cogginstest untersucht. Es ist geplant, im Laufe dieser Woche die Pferde des Indexbetriebs abschließend zu untersuchen. Mit den Ergebnissen rechnen wir dann Ende der 45. Kalenderwoche. 

05.11.2015

Am 31.10.2015 wurden alle Tiere im Ausbruchsbetrieb nochmals serologisch untersucht. Alle Tiere wurden durch das LGL in zwei unabhängigen Testsystemen als frei von der Ansteckenden Blutarmut der Pferde getestet. Somit sind ab sofort alle Maßnahmen im Sperrbezirk und im Ausbruchsbetrieb wieder aufgehoben. Veranstaltungen wie der an diesem Wochenende stattfindende Leonhardiritt können unbedenklich besucht werden.

 

Zusätzliche Informationen finden Sie in dem Steckbrief des FLI (siehe pdf-Datei).

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