Fast 500 Unternehmen beteiligten sich an der Umfrage des Landratsamtes zum Wirtschaftsstandort Landkreis Rosenheim.
Rund 500 Unternehmen haben im Juni an der Befragung zum Wirtschaftsstandort Landkreis Rosenheim teilgenommen. Mit einer Schulnote von 2,3 schneidet der Landkreis gut ab. Die Auswertung der Ergebnisse zeigt jedoch auch Handlungsfelder auf. Initiiert wurde die Studie durch das Landratsamt Rosenheim in Kooperation mit dem Wirtschaftsforum Mangfalltal. Durchgeführt wurde die Unternehmensbefragung durch die Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung mbH (GEFAK) aus Marburg. Insgesamt wurden über 2.500 Unternehmen angeschrieben.
Unter anderem wurden die Unternehmen gefragt, welche Herausforderungen aber auch Potentiale sie für die Region als Wirtschaftsstandort sehen. Von den Unternehmen wurden besonders der Fachkräftemangel sowie das Flächenangebot, und zwar sowohl bei den Wohn- als auch bei den Gewerbeflächen, als kritisch bewertet. Beim Thema Gewerbeflächen meldeten 120 Betriebe zusätzlichen Bedarf von über 30 Hektar an, die meisten davon kurzfristig. Auch wenn einige Betriebe diesen Bedarf an ihrem Standort decken können, stehen die Standortgemeinden damit dennoch unter Druck. Immerhin hat die Befragung auch einige Überkapazitäten ergeben, die an Betriebe mit Bedarf vermittelt werden können. Äußerst positiv wurden hingegen das Schulangebot, die örtliche Straßenverkehrsanbindung und Erreichbarkeit mit dem Rad, die regionale Energieversorgung sowie die Kultur- und Freizeitmöglichkeiten in der Region bewertet.
Die Umfrage zeigte zudem auf, dass die meisten Unternehmen im Landkreis expandieren wollen. Mehr als die Hälfte der Befragten möchte weitere Arbeitsplätze schaffen bzw. neue Produkte oder Prozesse einführen. 30 Betriebe mit zusammen rund 1.400 Beschäftigten gaben zudem an, dass sie ihren Standort verlagern möchten. Auch auf einer anderen Ebene ist Bewegung in den Unternehmen. Mehr als jeder fünfte Betrieb gab an, in den kommenden drei Jahren seinen Betrieb übergeben zu wollen. Bei einem Großteil ist die Nachfolge noch nicht geregelt. Dementsprechend hoch ist der Beratungsbedarf der Betriebe, auch bei Themen wie Fördermittel, Energie, Unternehmenskooperationen oder der Vernetzung mit der Hochschule.
Landrat Otto Lederer bedankt sich ausdrücklich bei allen Unternehmerinnen und Unternehmern, die durch Ihre Teilnahme an der Befragung dazu beigetragen haben, die wirtschaftliche Zukunft des Landkreises zu gestalten: „Die Ergebnisse der Umfrage sind für mich ein wichtiger Impuls zur richtigen Zeit. Die zukunftsorientierte Entwicklung von Unternehmen und Kommunen im Landkreis ist eines meiner zentralen Anliegen. Deshalb werden wir die Wirtschaftsförderung des Landkreises spürbar stärken und dort – orientiert an den Befragungsergebnissen – zusätzliche Themenschwerpunkte setzen.“







