Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim beteiligt sich auch in diesem Jahr an den HIV-Testwochen vom 2. bis 30. November, die das Bayerische Gesundheitsministerium landesweit initiiert hat. Interessierte können sich auf HIV testen lassen – anonym, vertraulich und mit kompetenter ärztlicher Beratung. Test und Beratung sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. HIV-Tests und Beratungsgespräche sind im Rosenheimer Gesundheitsamt in der Prinzregentenstraße 19, jeweils Dienstag und Donnerstag von 8:30 bis 11 Uhr und von 14 bis 15 Uhr ohne Termin möglich. Weitere Test- und Beratungsmöglichkeiten finden sich unter www.testjetzt.de.
„Eine HIV-Infektion ist bis heute nicht heilbar. Die Behandlungsmöglichkeiten sind aber so gut wie nie zuvor: Wer frühzeitig behandelt wird, hat heute eine nahezu normale Lebenserwartung und eine wirksame Therapie kann das Virus so gut unterdrücken, dass es nicht mehr übertragbar ist. Entscheidend ist, dass die Infektion früh erkannt wird. Deshalb wollen wir die Testbereitschaft erhöhen und erreichen, dass sich Menschen nach einem Risikokontakt rasch testen lassen“, sagt der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl.
Viele Personen waren schon einmal in einer Situation, in der ein Risiko für eine HIV-Infektion bestand. Die Unsicherheit danach kann sehr belastend sein: Habe ich mich angesteckt, oder mache ich mir unbegründet Sorgen? Eine sichere Antwort gibt nur ein HIV-Test, verbunden mit einem vertrauensvollen Gespräch mit einer Expertin oder einem Experten. Eine HIV-Testung ist sechs Wochen nach einer mutmaßlichen Ansteckung aussagekräftig.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts lebten Ende 2023 in Deutschland rund 97.700 Menschen mit HIV. Im Jahr 2024 haben sich schätzungsweise 2.300 Menschen neu mit HIV infiziert, 2023 waren es 2.200. Rund 92 Prozent der Menschen mit HIV wissen von ihrer Infektion. Damit verfehlt Deutschland noch das internationale Ziel von 95 Prozent. Etwa jede dritte HIV-Diagnose wird erst spät gestellt, wenn das Immunsystem bereits deutlich geschädigt ist.
In Bayern haben sich im Jahr 2024 schätzungsweise rund 290 Menschen neu mit HIV infiziert, etwa 10 mehr als 2023. Ende 2024 lebten im Freistaat über 12.400 Menschen mit HIV, fast 90 Prozent von ihnen erhielten eine antiretrovirale Therapie. Bei rund 970 Menschen war die Infektion noch nicht diagnostiziert. Schätzungsweise 85 Menschen mit HIV sind 2024 in Bayern verstorben.
„Gerade die Menschen, die nichts von ihrer Infektion wissen, wollen wir erreichen. Deshalb dürfen wir nicht nachlassen, über Testung, Prävention und Behandlung von HIV aufzuklären. Im Gesundheitsamt Rosenheim geschieht das im Rahmen der freiwilligen, anonymen HIV-Testung“, so Hierl.
Anonyme HIV-Testungen am Gesundheitsamt Rosenheim:
Dienstag 08:30 bis 11 Uhr und 14 bis 15 Uhr
Donnerstag 08:30 bis 11 Uhr und 14 bis 15 Uhr







