cht Kitas im Landkreis Rosenheim haben erfolgreich an der Qualifizierungskampagne „Startchance kita.digital“ teilgenommen. Bei der Abschlussveranstaltung im Rosenheimer Landratsamt präsentierten sie jetzt ihre Projekte. Im Anschluss wurden die Qualifizierungsurkunden überreicht. Für alle teilnehmenden Kitas war klar, die Kampagne soll nur der Anfang gewesen sein.

Wie Romy Huber, Gruppenleiterin des Fachbereichs Kindertagesbetreuung und Netzwerk Frühe Kindheit im Landratsamt Rosenheim bei der Begrüßung sagte, hätten die vergangenen Jahre in der Corona-Pandemie gezeigt, wie grundlegend der Einsatz digitaler Medien ist und wie sehr diese an Bedeutung gewonnen hätten. „Unsere Kinder wachsen in einer digitalen Welt auf, dieses Phänomen zeigt sich mittlerweile auch an den Kitas. Mit Ihrer Teilnahme haben sie gezeigt, dass sie sich aufgemacht haben, diesen Weg zu gehen.“ Für Huber sei dieses Projekt wichtig, damit Kinder den kreativen Umgang mit digitalen Medien lernen, aber sich auch kritisch damit auseinanderzusetzen.

Nach dem Startschuss des Pilotprojektes im September 2021 folgte im Oktober eine mehrtägige Fortbildung. Mit dem dort erworbenen Wissen starteten die Teilnehmenden Projekte in ihren Einrichtungen. Begleitet wurden sie dabei von Claudia Wölfle und Danilo Dietsch von Q3, einer gemeinnützigen GmbH für Medienbildung in Traustein, die ihnen als Coaches zur Seite standen. Entstanden sind dabei in den vergangenen Monaten Filme, Fotocollagen, Tonaufnahmen und zahlreiche weitere kreative Projekte.

Der Caritas Hort „Wirbelwind“ in Prien am Chiemsee präsentierte zum Beispiel eine Fotogeschichte, die den Tag der Kinder im Hort zeigte. Die Kinder hatten diesen Tag mit ihren Plüschtieren nachgespielt, Fotos und Videos gedreht, die zu einem Film zusammengeschnitten wurden. Bei der Aktion „Frühlingserwachen“ bemalten die Kinder große Holzostereier und interviewten sich dabei gegenseitig. Weitere Kitas präsentierten verschieden Projekte mit Fotocollagen, bei denen die Kinder die Bilder mit dem I-Pad selber gemacht hatten und auch festlegten, wie die Grafik und die Texte aussehen sollen. So dokumentierten sie Ausflüge zur Feuerwehr, in den Wald oder zum neuen Bäcker um die Ecke. Bei der Caritas Kita Wiederkunft Christi in Kolbermoor wurde ein Kirschbaum immer wieder fotografiert und so die Veränderung über die Jahreszeiten dokumentiert. Verschiedene Steine wurden fotografiert und im Internet danach gesucht, um mehr darüber zu erfahren. Im katholischen Haus für Kinder St. Rupert in Amerang kam beispielsweise ein Mikroskop zum Einsatz, das Bilder direkt aufs I-Pad lieferte. Auch im Kindergarten Höhenrain in Feldkirchen-Westerham kam das I-Pad bei verschiedenen Projekten zum Einsatz. So wurden im Internet Tierspuren und die entsprechenden Tiere herausgesucht. Daraus entstand schließlich ein Memoryspiel. Für ein Waldfest gestalteten die Kinder selbst eine Ausstellung mit Fotocollagen. Viele der vorgestellten Projekte wurden von den Eltern aktiv unterstützt.

Für alle teilnehmenden Einrichtungen war klar, das Pilotprojekt soll erst der Anfang gewesen sein. „Danke, Sie haben sehr viel Pioniergeist bewiesen“, sagten Claudia Wölfle und Danilo Dietsch zum Abschluss. Auch, wenn das Pilotprojekt nun abgeschlossen ist, steht den teilnehmenden Einrichtungen weiterhin online Material zur Verfügung und auch das aufgebaute Netzwerk soll weiterhin genutzt werden. Geplant sind außerdem Auffrischungskurse sowie ein Newsletter, der dreimal jährlich erscheinen soll.

Organisiert vom Landratsamt Rosenheim soll die Kampagne im September 2022 mit neuen teilnehmenden Einrichtungen aus der Region fortgeführt werden.

Kita Digital ist ein Projekt des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Für den organisatorischen Ablauf sind die Landratsämter und kreisfreien Städte verantwortlich. Die fachliche Begleitung übernimmt das Staatsinstitut für Frühpädagogik in Kooperation mit dem Zentrum für Medienkompetenz in der Frühpädagogik und dem Institut für Medienpädagogik. Der Kampagnenkurs kombiniert Fortbildung, Begleitung der teilnehmenden Einrichtungen, Netzwerkaufbau und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort mit Online-Lerneinheiten. Jede Kita erhält in dem einjährigen Kurs eine Qualifizierung und Begleitung im Umfang von 52 Stunden durch Coaches mit medienpädagogischer Expertise.

Die Teilnehmenden der Abschlussveranstaltung (von links nach rechts) Sibylle Baumgartner päd. Fachberatung Landratsamt Rosenheim, Claudia Wölfe Kita Digitalcoach Q3, Sabrina Schußmüller und Anna Stieglbauer Kita St. Peter Soyen, Andrea Warmer und Anna-Maria Wühr Kita Hl. Dreifaltigkeit Kolbermoor, Andrea Körner Hort Wirbelwind Prien am Chiemsee, Stefanie Huber Kita Wiederkunft Christi Kolbermoor, Claudia Golder Haus für Kinder St. Rupert Amerang, Angela Ackermann-Dietl Haus für Kinder Höhenrain Feldkirchen-Westerham, Danilo Dietsch, Kita Digitalcoach Q3, Ben Panjas Haus für Kinder Höhenrain Feldkirchen-Westerham. Auf dem Foto fehlen:  Kita Unterm Regenbogen St. Laurentius Bernau, Evang. Kita Löwenzahn Pfaffing.

Die Teilnehmenden der Abschlussveranstaltung (von links nach rechts) Sibylle Baumgartner päd. Fachberatung Landratsamt Rosenheim, Claudia Wölfe Kita Digitalcoach Q3, Sabrina Schußmüller und Anna Stieglbauer Kita St. Peter Soyen, Andrea Warmer und Anna-Maria Wühr Kita Hl. Dreifaltigkeit Kolbermoor, Andrea Körner Hort Wirbelwind Prien am Chiemsee, Stefanie Huber Kita Wiederkunft Christi Kolbermoor, Claudia Golder Haus für Kinder St. Rupert Amerang, Angela Ackermann-Dietl Haus für Kinder Höhenrain Feldkirchen-Westerham, Danilo Dietsch, Kita Digitalcoach Q3, Ben Panjas Haus für Kinder Höhenrain Feldkirchen-Westerham. Auf dem Foto fehlen:  Kita Unterm Regenbogen St. Laurentius Bernau, Evang. Kita Löwenzahn Pfaffing.

 

Foto@Landratsamt Rosenheim