Bei öffentlichen Ausschreibungen und Vergaben achtet der Landkreis Rosenheim auf Standards wie rechtliche, sachliche, wirtschaftliche, menschenrechtliche, soziale und ökologische Kriterien. Im Kreistag (13.10.21) wurde ein Sachstandsbericht zu den Auftragsvergabeverfahren vorgelegt. „Wir haben darin dargestellt, dass das Beschaffungswesen im Landratsamt umgestellt wird“, sagte Landrat Otto Lederer. Den Sachstandsbericht hatte die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantragt.

Amtsleiter Ulrich Sedlbauer kündigte an, dass die Anforderungen umgesetzt werden. Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Menschenrechte, Soziales und Ökologie werden derzeit mit weiteren Regelungen zu einer internen Richtlinie verarbeitet. Ein erster Entwurf soll Ende kommenden Jahres vorliegen.

Seit Anfang 2020 kümmert sich eine neu geschaffene zentrale Vergabestelle zunehmend um diese Aufgabe. Um die planmäßige Ausweitung der zentralen Vergabeaktivitäten bewältigen zu können, wird Anfang kommenden Jahres eine weitere, zweite Person diesen Bereich verstärken. „Zudem könnte externer Sachverstand dazu geholt werden“, so Sedlbauer. In der Vergangenheit waren öffentliche Ausschreibungen und Vergaben überwiegend dezentral von den jeweiligen Fachbereichen im Landratsamt durchgeführt worden.