Stadt und Landkreis Rosenheim betreiben auf der Loretowiese ein gemeinsames Impfzentrum. Die Impfungen haben am 27. Dezember begonnen. Bis zum 3. Januar konnten durch die mobilen Impfteams rund 2.150 Impfdosen insbesondere in Alten-, Pflegeeinrichtungen und Kliniken verimpft werden. Die Software-Lösung für die Terminvereinbarungen durch die Firma innFactory GmbH aus dem Digitalen Gründerzentrum ‚Stellwerk 18‘ hat die ersten Testläufe erfolgreich bestanden.

Der Leiter des Rosenheimer Impfzentrums, Hans Meyrl, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Rosenheim, derzeit noch keine Anfragen wegen Impfterminen im Impfzentrum zu stellen. „Wir haben derzeit keinen Impfstoff mehr. Die nächste Lieferung ist erst für kommenden Freitag (08.01.2021) angekündigt. Sobald größere Mengen des Impfstoffs verfügbar sind, wird das Rosenheimer Gesundheitsamt die Impfberechtigten schriftlich informieren, dass sie sich impfen lassen können und das weitere Verfahren erläutern“, bittet der Leiter des Impfzentrums um Geduld bei der Abwicklung der Impfungen.

Da in der Anfangsphase nicht genügend Impfstoff für einen flächendeckenden Einsatz vorliegen wird, wurde eine Reihenfolge für die Impfungen festgelegt. Menschen, bei denen das Risiko eines schweren Verlaufs hoch ist sowie Menschen mit einer hohen Ansteckungsgefahr aus beruflichen Gründen sollen auf freiwilliger Basis zuerst geimpft werden. In einem zweiten Schritt soll die Impfung der gesamten bayerischen Bevölkerung offenstehen. Grundlage für die Priorisierung ist die Coronaimpfverordnung, die auf den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) basiert. Danach soll die Impfung zunächst Personen über 80 und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese sind besonders gefährdet. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO die Impfung medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege.

Überblick über die Personengruppen der höchsten Priorität (nicht abschließend) in Stadt und Landkreis Rosenheim:

*Stationäre Einrichtungen: Bewohner: circa 5.500 / Mitarbeiter: circa 3.800
*Mitarbeiter Ambulante Pflegedienste: circa 1.400
*Mitarbeiter von medizinische Einrichtungen mit hohem Expansionsrisiko (z. B. Intensivstationen, Notaufnahmen): mind. 1.500
*Rettungsdienste: circa 700 (inkl. Notärzte)
*Personen über 80 Jahre: circa 20.000