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Claudia Stahl
Artenschutz
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Internationaler Artenschutz (Haltung geschützter Tiere sowie Handel mit geschützten Tieren/Pflanzen/Produkten);

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83022 Rosenheim
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Fax 08031 392 9001
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Mo - Fr 8:15 - 12:00 Uhr
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Hornissen

971Nein

Hornissen

Schutz Hornissen sind in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) und dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders geschützt. Nester dürfen nur in Ausnahmefällen mit Genehmigung der örtlich zuständigen Naturschutzbehörde entfernt werden.
Körpergröße Königin bis zu 35 mm
Arbeiterin 18 bis 25 mm
Drohne 21 bis 28 mm
Lebenserwartung Arbeiterin 3 bis 4 Wochen
Königin ein Jahr
Wesen friedlich
Ernährung Ein Hornissenvolk vertilgt an einem Tag bis zu einem halben Kilogramm Insekten
Stich Nur zur Verteidigung! Für den gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht toxischer (giftiger) als Bienen- oder Wespengift. Drohnen haben keinen Stachel.
Allergische Reaktion Allergische Reaktionen nach einem Stich treten nur bei etwa 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung auf.

Hornissen sind nicht aggressiv und erscheinen nicht am gedeckten Tisch im Garten. Sie sind Insektenfresser, die sich nichts aus Süßigkeiten machen. Ihr Lebensraum ist die halboffene Kulturlandschaft, wo sie natürlicherweise in hohlen Bäumen ihr Nest anlegen. Da natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, sucht sich die Hornissenkönigin häuftig eine Ersatzhöhle im menschlichen Siedlungsbereich, wie z.B. an Holzverschalungen an Terrassen, Balkonen und am Dach. Auch durch Spalten zugängliche Rollokästen werden leider immer wieder gerne als Nistplatz genommen. Gerade dort wird das Nest meist zu einem Problem für die Hausbewohner.  

Hornissen leben in einjährigen Sommerstaaten. Im Frühjahr gründet die Königin, die noch im vorigen Herbst begattet wurde, das Nest. Nach etwa 3 bis 4 Wochen schlüpfen die ersten Arbeiterinnen. Sie füttern die Brut mit Insekten. Höhepunkt der Volksentwicklung ist im Spätsommer. Im Herbst endet der  Lebenszyklus des Volkes. Das heißt, es stirbt ab und nur die begatteten Jungköniginnen suchen sich einen Überwinterungsplatz, um im nächsten Frühling einen neuen Hornissenstaat gründen zu können. Ein altes verlassenes Nest wird nicht mehr bezogen. Sollte es sich an einem ungünstigen störenden Platz  befinden,  kann es im Spätherbst gefahrlos beseitigt werden.   

Sollten sich im Frühling oder Sommer Probleme mit einem Hornissennest ergeben, kann mit einem Hornissenberater, der sich vor Ort die Situation gemeisam mit den Bewohnern ansieht, eine Lösung gesucht werden. Oft ist es möglich durch einfache Vorkehrungen die Problemsituation zu lösen. Manchmal kann man das Volk umsiedeln, wenn das Nest noch klein und gut zugänglich ist. In einigen Fällen kann es notwendig sein, dass einer Vernichtung des Volkes zugestimmt werden muss. Handeln Sie jedoch nicht ohne behördliche Genehmigung, da es sich um eine besonders geschützte Tierart handelt.

Probleme mit Hornissen? Wenden Sie sich an die Hornissenberatung im Landratsamt Rosenheim.

Claudia Stahl,  Tel.:08031 392-6404

Abends und am Wochenende in sehr dringenden Fällen direkt bei:

Herrn Pohl, Tel. 0170-6885299 (ist ehrenamtlicher Hornissenberater des Landratsamtes Rosenheim und staatlich geprüfter Desinfektor)

Was sie selbst tun können:

Wenn eine Hornisse ins Haus gelangt ist, öffenen Sie Fenster und Türen, damit sie wieder hinaus findet. Oder fangen Sie das Tier mit einem Glas und einem Blatt Papier und bringen Sie es nach draußen. Versperren Sie den Zugang zu Innenräumen mit Fliegengaze an Türen und Fenstern. So bleiben nicht nur lästige Mücken draußen, sondern auch Hornissen, die sich meist abends durch Lampenlicht magisch angezogen fühlen. Dichten Sie vorbeugend problematische Stellen ab, wie z.B. Einschlupflöcher zu Rollokästen oder Zwischendecken usw. Wenn sich ein Nest im Garten befindet verstellen Sie nicht die Flugbahn der Tiere  und vermeiden sie Störungen. Die friedfertigen Hornissen  stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen oder  sie ihr Nest verteidigen. Tiere nicht anhauchen, denn sie nehmen das Kohlendioxid des Atems als Bedrohung wahr. Mähen Sie nicht unmittelbar am Nest den Rasen. Wenn Ihnen eine Hornissen zu nahe kommt  bleiben Sie ruhig. Warten Sie, bis sie wegfliegt oder ziehen Sie sich selbst ruhig zurück. Auf keinen Fall sollte man um sich schlagen. Wenn Sie an einer bekannten Allergie gegen Wespen-/Bienen-/Hornissengift leiden, dann informieren Sie sich bereits im Frühling  bei einem Arzt, welche Notfallmedikamente sie verwenden können, falls Sie gestochen werden sollten. Im Normalfall wird das Leben in der Nachbarschaft mit Hornissen jedoch friedlich verlaufen, denn die Tiere sind scheu und friedfertig.     



Weiterführende Informationen:


 
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