Kontakt(e)
Bürgermeister
Matthias Schnetzer
E-Mail

Kontakt

Gemeinde Edling
Rathausplatz 2
83533 Edling
Tel. +49-8071-91880
Fax 08071 91 88 99
F9F0F41C900DE2761215B1B22703510F59E6ADC2

Edling

155Nein

Wappen EdlingEdling

Auf einer flachen Schotterebene inmitten einer Moränen- und Schotterlandschaft, eine Hinterlassenschaft des Inngletschers der letzten Eiszeit, liegt die Ortschaft Edling. Eine ihrer Sehenswürdigkeiten verdankt die Gemeinde ebenfalls der Naturgeschichte. Der „Stoa“ (bairisch für Stein) ist ein etwa 200 Tonnen schwerer eiszeitlicher Findling, der bei Kiesabbauarbeiten entdeckt wurde.

Im zehnten Jahrhundert wird Edling erstmals erwähnt, damals hieß die Siedlung Etilingun. Es wird vermutet, dass eine Person namens Etil der Ortschaft den Namen gab. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern wurde Edling 1818 Sitz einer selbständigen Gemeinde. Anfang der 1970 er Jahre, in Bayern stand die Gebietsreform an, schlossen sich die Gemeinden Steppach und Edling in der so genannten freiwilligen Phase 1971 zusammen. Dem Land Bayern genügte dies noch nicht. Um Wasserburg für den Zentralitätsverlust durch die Landkreisgebietsreform zu entschädigen wurde Edling mit Wirkung vom 1. Mai 1978 der ehemaligen Kreisstadt zugeschlagen. Knapp drei Jahre später, am 29. April 1981 erklärte der Bayerische Verfassungsgerichtshof diese Eingemeindung für nichtig. Edling ist seitdem wieder selbständig.

Der Tourismus spielt in der Gemeinde keine entscheidende Rolle. Abgesehen von einer Reihe mittlerer und größerer Gewerbebetriebe herrschen landwirtschaftliche Strukturen vor.

Edling KrippnerhausZu den Sehenswürdigkeiten gehört das Krippnerhaus, ein ehemaliges Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert, der 1926 erbaute Edlinger Wasserturm und der „Stoa“. Während der Würmeiszeit war der sieben Meter hohe, fünf Meter breite und 4,5 Meter hohe Findling aus der Gegend um Kramsach in Tirol vom Inngletscher bis nach Edling geschoben worden. Da der Koloss nicht bewegt werden konnte, entschlossen sich die Edlinger, in der ehemaligen Kiesgrube einen Veranstaltungsort zu gestalten, der an ein griechisches Theater erinnert. Das Amphitheater am Stoa wird heute für Freilufttheater, Open Air-Kino, Kleinkunst sowie viele größere und kleinere Feste genutzt.

Touristinfo: Gemeindeverwaltung Edling
 
Wappenerläuterung: Die Motive wurden entnommen den Wappen des Wasserburger Ministerialengeschlechtes der Edlinger (Seeblatt) und des Klosters Attel (Raute); sie stehen für die frühere Geschichte des Ortes. Der noch im 15. Jahrhundert blühende Ortsadel hatte einen bedeutenden Herrschaftsbereich um Edling aufgebaut und war im Hochmittelalter mit dem Erbtruchsessenamt der Abtei Rott am Inn bekleidet. Das Kloster Attel war im 17. und 18. Jahrhundert in Edling Grundherr über die Mehrzahl der Anwesen und im Gemeindeteil Atzenthal Herr über die dortige Hofmark.

Bayern Atlas

Seite drucken...
Seite empfehlen